Montenegro und Albanien im Herbst
Zug- und Standvögel, Insekten und Kulturlandschaften: Eine Naturreise um den Skutarisee
Montenegro und Albanien




3875.- CHF
Zuschlag EZ: 325.- CHF
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TAGE
Uralte Olivenhaine, wunderschöne Landschaften am Skutarisee
Wir schlafen in der Altstadt von Ulcinj im Hotel Palata Venezia
Felsenkleiber, Rotflügelbrachschwalbe und Steinkauz
Die Salinen von Ulcinj sind für die guten Rast-Möglichkeit für Limikolen bekannt
Scheltopusik, Riesen-Smaragdeidechse und Hornviper
Beschreibung der Naturreise nach Montenegro und Albanien
Zwischen Küste und Hochgebirge – Naturerlebnis in Montenegro und Albanien. Diese aussergewöhnliche Reise verbindet die Natur- und Kulturgeschichte der faszinierenden Grenzregion zwischen Montenegro und Albanien. Vom Skutarisee und dem Bojana-Buna-Delta führt unser Weg bis in die wilden, kaum erforschten Berge des „Verfluchten Gebirges“.
Wir beginnen im Küstenort Ulcinj, wo wir stilvoll in einem Hotel innerhalb der alten Festung wohnen. Die umliegenden Salinen und der Skutarisee bieten hervorragende Beobachtungsmöglichkeiten für rastende Zugvögel. Wir versuchen zu beobachten, wie die Hornvipern auf den Büschen auf rastende Zugvögel warten, um dies zu fressen.
In Albanien wechseln wir zunächst in offene Steppenlandschaften auf der Suche nach Steppenvögel. Anschliessend geht es über neu erschlossene Strassen in die wilde Bergwelt Nordalbaniens. Dort erwarten uns Arten wie Blaumerle, Balkansteinschmätzer und Zippammer. Zu dieser Zeit fliegen noch viele Tagfalter und einige Heuschrecken sind immer noch aktiv.
Ein besonderes Erlebnis bieten die alten Kastanienwälder – ein würdiger Abschluss einer vielseitigen Reise zwischen Küste, See und Hochgebirge.
Ungefähres Programm:
Wir möchten standardmässig am Montag morgen, 27.09.2027 nach Zürich fliegen, damit wir so noch den ganzen Sonntag zum Beobachten haben. Wenn jemand schon am Sonntag heimfliegen müsste, werden wir bestimmt eine Lösung finden.
Teil 1 in Montenegro
Anfang Herbst herrscht über der Ostküste der Adria bezüglich Vogelzug Hochbetrieb. Wir werden viele Durchzügler und die ersten Wintergäste beobachten. Neben einer reichen Palette von Limikolen werden Krauskopfpelikane, viele Reiherarten, Enten und drei Kormoranarten erwartet. Wir hoffen auf regen Durchzug des Fischadlers. Hauptziel in Montenegro ist die 14,4 Quadratkilometer grosse Saline Ulcinj, wo sich zur Reisezeit bis 10'000 Vögel, vor allem viele Limikolen, aufhalten. In der Saline leben über 50 Wasservogelarten, darunter auch die Zugtrupps von Löfflern. Die Saline bietet eine einmalige Möglichkeit, die Raumnutzungs- und Aktivitätsmuster der verschiedenen Arten zu lernen. Entlang der Sandküste des Bojana-Buna Deltas werden wir nach Seevögeln Ausschau halten. Durch die gute Lage des schön gepflegten Schlosshotel Palata Venezia in der Altstadt von Ulcinj werden die täglichen Anfahrten kurz sein und man kann vor dem Hotel nach Seevögeln und Delphinen suchen. Eine längere Bootsfahrt auf Skutari See ist der Suche nach rastenden oder mausernden Ansammlungen der Wassevogeln gewidmet.
Tag 1: Anreise nach Ulcinj
Flug von Zürich nach Podgorica. Anschliessender Transfer nach Ulcinj ins Hotel Palata-Venezia mit seiner Alpenseglerkolonie (ca. 1,5 Stunden). Vermutlich werden die Alpensegler noch im Gebiet sein.
Tag 2: Die Salinen von Ulcinj
Die 14,5 km² grossen Salinen von Ulcinj sind ein bedeutender Rastplatz für rastende Limikolen. Wir können viele verschiedene rastende Limikolen sehen, darunter Zwerg. und Alpenstrandläufer. Wir werden den ganzen Tag verschiedene Bereiche und Beobachtungsplätze der Saline aufsuchen und Ausschau nach beringten Löfflern oder Rosaflamingos halten. Es wird packend sein, die Limikolen nach selteneren Arten (z. B. Teichwasserläufer) zu durchsuchen oder sehr wahrscheinlich den Krauskopfpelikanen beim Ruhen zuzusehen (sie ernähren sich derzeit oft in der Nacht und zwar mit Krebsen!). Es lohnt sich immer mal wieder, den Blick zum Himmel (Greifvögel) und in die umliegenden Gebüsche (rastende Singvögel) zu richten.
Tag 3: Saline als Schlafplatz
Die Saline von Ulcinj ist derart gross, dass wir es nicht schaffen werden, in einem Tag alle Bereiche zu besuchen. Somit werden wir heute nochmals den Schwerpunkt auf die Vogelwelt der Saline setzen und auch eine Abendexkursion durchführen um Schlafplätze der Wasservögel zu ermitteln. In der Saline leben auch Goldschakale. Wir suchen nach Seltenheiten und erhoffen uns auf die letzten Sommervögeln wie Rotflügelbrachschwalbe oder Triel. Die Brachschwalben sammeln sich vor dem Abflug in kleinen Trupps die mehre 10 Individuen zählen können. Nicht selten besiedeln in September auch viele Afrikanische Monarchfalter die Salinendämme. Der Tag beginnt aber durch die Erkundung der grandiosen Kulturlandschaften um Ulcinj und mit der aufsteigenden Thermikwinden dem (Greif)-Vogelzug.
Tag 4: Bei der Insel Ada im Bojana-Buna Delta
Das Bojana-Buna Delta ist geprägt durch ein Mosaik aus Kultur-, Wasser- und Karstlandschaften. Die Delta-Kulturlandschaft steht an diesen Tag im Vordergrund. Wir versuchen im Olivenhein und auf Hecken um Valdanos oder in Hutweiden in der Deltaebene eine Hornviper zu sehen, die auf Gebüschen auf Zugvögel lauert. Viele Kleinvögel wie Braunkehlchen, Grauschnäpper oder Mönchsgrasmücken rasten zurzeit in Delta. Einzel oder in Gruppen ziehen die Schafstelzen oder Baumpieper mit anderen Kleinvögeln über unsere Köpfe.
Tag 5: Der Skutarisee
Erstaunlicherweise ist die zweite Hälfte im September auf dem Skutari See ornithologisch kaum erforscht. Doch eine Wasservogelzählung des Reiseleiters Borut Stumberger ergab mehr als 80'000 Wasservögel, davon 3'000 Zwergtaucher, 12'500 Haubentaucher (Mauserplatz), 5'000 Zwergscharben, 8'000 Kormorane, 1'000 Moorenten, 65'000 Blässhühner, 4'400 Lach- und 1'200 Mittelemeermöwen. Wir versuchen durch den Tag ein Teil dieser Ansammlungen zu finden, essen und trinken traditionell auf dem Boot oder am Ufer (etwa 5 Stunden im Boot mit 1-2 Kurzstopps), könnten baden und erholen uns in der Weite des Sees.
Tag 6: Jokertag
Im Gebiet um Ulcinj gibt es dermassen viel zu entdecken, dass wir am Ende des Teiles in Montenegro einen Jokertag einlegen. Wir beschliessen in der Gruppe was wir machen, wenn wir zwei Fahrzeuge haben könnten wir uns sogar aufteilen.
Teil 2 in Albanien
Der Skutarisee gehört je zur Hälfte zu den beiden Ländern Montenegro und Albanien. In Albanien haben wir drei volle Tage Zeit um zu beobachten und Fotografieren. Wir halten uns in wunderschönen, artenreichen Kulturlandschaften auf, alte Kastanienhaine sind ein Highlight. Wir besuchen Wiesen und Hutweiden nahe der mittelalterlichen Ruinenstadt Svac. und oberhalb des Natur-Karstsees Sasko Jezero. Wir beziehen unser Hotel nördlich von Shkodra.
Tag 7: Auf nach Albanien
Wir besuchen das Ostufers des Skutarisees. In der extensiv genutzten Seelandschaft, die sich durch kunstvolle Karpfenfanganlagen auszeichnet, werden wir verschiedene Enten- und Reiherarten – wie z. B. Kuh-, Purpur-, Seiden- oder Nachtreiher – entdecken. Zudem haben wir die Möglichkeit, hunderte oder tausende von Wasservögeln zu beobachten. Sollte der Pegel des Sees zu hoch sein, um das Ufer zu erreichen, widmen wir uns stattdessen den Wiesen, Auwäldern und den letzten Weiden.
Tag 8: Boge-Pass, albanische Berge
Wir besuchen die albanischen Berge rund um den Skutarisee. Zu Beginn werden wir noch in der oberen Steppe bei Koplik nach Rotkopfwürgern suchen, doch schon bald lassen wir das Tiefland hinter uns.
Eine kürzlich asphaltierte Strasse führt uns in bisher wenig besuchte Gebiete bis zu einer Höhe von 1700 m (Boge-Pass). Hier im „Verfluchten Gebirge“ sind in den verschiedenen Höhenstufen zahlreiche Insekten zu bewundern.
Tag 9: Kulturlandschaft und Berge
Auch diesen Tag werden wir im Gebirge verbringen. Vorbei an teils aufgegebenen Kräuterfeldern geht es wieder hinauf ins ursprüngliche Albanien. Wir nutzen eine Panoramastrasse in Richtung Selce und lassen uns von dem Blick durch ein Tal überraschen.
Sperbergrasmücke, Heidelerche, Felsenschwalbe und Rötelschwalbe sollten uns dabei begleiten. Auch nach Greifvögeln wie Schlangen- und Steinadler werden wir Ausschau halten. Alte Haustierrassen und etliche blühende Orchideen werden das Bild in höheren Lagen abrunden.
Tag 10: Jokertag
Wir besprechen am Vorabend, was uns der letzte Tag bringt. Wir können ein Gebiet nochmals aufsuchen oder ein neues Gebiet erkunden. Je nach Rückreise-Programm schlafen wir noch in Albanien oder aber eher in der Umgebung von Podgorica in Montenegro.
Tag 11: Rückreise
Rückreise am Montag-Morgen von Podgorica nach Zürich.
WICHTIG INFORMATION
Diese Reise ist keine ausschliessliche ornithologische Reise, ganz im Gegenteil, sondern wir beobachten auch andere Artengruppen wie die Reptilien, Säugetiere, Tagfalter und Pflanzen. Auf dieser Reise geht man nicht von Ort zu Ort, um die Vogelarten abzuklappern, sondern verweilt auch mal an einem Ort, an dem vielleicht nicht so viele Vögel sind. Ein breites Interesse an der Natur und etwas Geduld ist also wichtig.
UNTERKUNFT, VERPFLEGUNG UND TRANSPORT
Gute, schön gelegene Mittelklassehotels. Alle Beobachtungsgebiete sind mit den Kleinbussen erreichbar. Die Strassen sind nicht immer im besten Zustand. In unserer Unterkunft nehmen wir das Frühstück und das Abendessen ein. Mittags erfolgt die Verpflegung unterwegs - meist als Picknick.
Reise mit dem Flugzeug von Zürich nach Podgorica. In Montenegro/Albanien sind wir mit Kleinbussen unterwegs.
ANFORDERUNGEN
Eine gewisse Grundfitness ist erforderlich. Wir machen auch Spaziergänge auf flachem, aber auch steinigem und holprigem Untergrund.
FOTOGRAFIE
Auf dieser Reise stehen das Fotografieren und das Beobachten im Vordergrund. Gute Fotomöglichkeiten sind zu erwarten, von Landschaften und auch von Insekten. Ein Tele- und Makro-Objektiv sind von Vorteil.
GUT ZU WISSEN
Für diese Reise sind keine speziellen Artkenntnisse nötig. Die Gegend ist ein perfektes Gebiet, um auch Arten zu beobachten, die bei uns seltener sind, wie typische Kulturlandarten.
Lorenz Achtnich ist ein begeisterter und begeisternder Natur- und Säugetier-Beobachter. Er freut sich sehr auf deine Teilnahme. Borut hat auf dem Balkan, insbesondere in Montenegro bereits dutzende Reisen geleitet und kennt sich gut aus mit den lokalen Begebenheiten. Er hat für viele Naturschutzprojekte auf dem Balkan gearbeitet.
17. - 27.09.2027
REISELEITER
Lorenz Achtnich und Borut Stumberger
ENTHALTENE LEISTUNGEN
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Unterkunft
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Halbpension, Basis Doppelzimmer
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Flugreise
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alle weiteren Transporte
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Reiseleitung
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Reisebericht
NICHT ENTHALTENE LEISTUNGEN
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Getränke
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Trinkgelder
BETEILIGUNG
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mind. 6, max 14 Teilnehmende (1-2 Klein-Busse)







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