Ungarn im Herbst

Kraniche, Zugvögel, Eulen und Spechte

Ungarn

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Ungarn bietet im Oktober ein angenehmes Klima mit vielen stimmungsvollen Beobachtungstagen.

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Den Hortobágyi-Nationalpark mit seinen tausenden Kranichen muss man einmal im Leben besucht haben.

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Zehntausende Kraniche zu beobachten, wie sie zum Schlafplatz fliegen, ist für die Augen und Ohren ein unvergessliches Schauspiel.

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Die weite Landschaft mit ihren urtümlichen Nutztieren versprüht eine angenehme Atmosphäre und lädt zum Verweilen ein

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Christian Roesti hat das Gebiet schon mehrmals bereist und möchte die Schönheiten des Gebietes gerne anderen Leuten näherbringen.

BESCHREIBUNG

Mit den weiten Steppengebieten und den schönen, naturnahen Eichen- und ­Buchenwäldern gehört Ungarn zu einem der attraktivsten Ländern Osteuropas. Im Oktober sind in Ungarn das Beobachten der ­Zugvögel und ganz speziell der Kranichzug kaum zu überbieten.
Auf unserer 10-tägigen Reise besuchen wir mit dem Zemplén-­Gebirge und der Hortobágyi-Puszta zwei wunderschöne und abwechslungsreiche Naturräume. Wir nehmen uns viel Zeit zum Beobachten der Vögel. Daneben gibt es auch immer wieder die Möglichkeit, die Landschaft und die Kultur Ungarns zu entdecken. Unsere Reise beginnt im äussersten Nordosten Ungarns im Zemplén-Gebirge. Diese bewaldeten Ausläufer der Nordwestkarpaten bieten im Herbst Gelegenheit für wundervolle Vogelbeobachtungen.
Der hügelige Wald des Zemplén-Gebirges ist bekannt für seine ­Habichtskauze. In den alten Wäldern mit viel Totholz ist zudem der Weissrückenspecht beheimatet. Die Ebenen um das Zemplén-Gebirge sind die Jagdgründe des Kaiseradlers. Wir verbringen drei Tage in der Umgebung des Zemplén-Gebirges, bevor wir dann in das unweit gelegene Gebiet der Hortobágyi-Puszta fahren. Der weltbekannte Hortobágyi-Nationalpark östlich von Debrecen ist ein wunderbares Steppengebiet. Im ältesten Nationalpark Ungarns werden wir den zweiten Teil der Reise verbringen. In den Steppengebieten bieten die vielen Feuchtgebiete den rastenden Zugvögeln einen wichtigen ­Lebensraum, um Energiereserven für den Weiterflug zu tanken. Dazu gehören auch die Fischteiche von Hortobágyi. Im Oktober rasten bis zu 150'000 Kraniche im Gebiet des Hortobágyi-Nationalparks. Sie machen hier einen längeren Halt auf dem Weg von den Brutgebieten im Norden Europas in den Nahen Osten und Afrika, wo sie überwintern. Wir können das Schauspiel des Kranichzugs direkt von unserer Lodge ­beobachten. In den Steppengebieten ist der seltene Würgfalke zuhause. In der schönen Landschaft der ungarischen Puszta sehen wir die typischen Ziehbrunnen, die das Landschaftsbild zieren. In den Steppengebiete werden die Nutztiere auf eine noch ursprüngliche Art gehalten. Dazu gehören das ungarische Steppenrind mit seinen langen Hörnern, das Zackelschaf, der Wasserbüffel oder das Przewalski-Pferd. Da viele Vögel am Rasten sind und das Wetter auch tagsüber mitspielen sollte, werden wir nicht jeden Morgen früh aufstehen. Es lohnt sich allerdings, am Abend ­etwas länger zu beobachten, um zum Beispiel die Kraniche beim Einflug zu ihrem Schlafplatz zu beobachten.
Damit wir die spannendsten Orte finden und mit den lokalen Gegebenheiten zurechtkommen, steht uns mit Dániel Balla ein lokaler Guide von Sakertour zur Verfügung.

Tag 1:

Wir reisen mit dem Nachtzug von Zürich nach Budapest. Dort werden wir von unserem lokalen Guide abgeholt. Wer lieber mit dem Flugzeug reisen will, soll dies mit uns absprechen.

Tag 2 - Tag 4:

Je nach Wetter und Situation fahren wir mit einem Abstecher in den Kiskunság-Nationalpark ins Zemplén-­Gebirge. Das Zemplén-Gebirge liegt im äussersten Nordosten Ungarns an der Grenze zur Slowakei. Es liegt im grossen, waldigen Karpatenbogen und bietet typischen borealen Arten mit Reliktvorkommen in Osteuropa, wie dem Habichtskauz, den idealen Lebensraum. Die ausgedehnten Eichen- und Buchenwälder sind der Lebensraum vieler Spechtarten. Der bei uns äusserst selten gewordene Grauspecht ist hier noch häufiger zu hören und hoffentlich auch zu sehen. Der Weissrückenspecht ist ein mögliches Highlight und im Zemplén-­Gebirge nur im älteren Buchenmischwald mit viel Totholz vertreten. Im ­Eichenwald können wir auch den Mittelspecht beobachten.
Wir versuchen, mit dem Habichtskauz und dem Uhu, die grössten Eulen Ungarns zu finden. Die Ebenen um das Zemplén-Gebirge sind ein sehr guter Lebensraum für den Kaiseradler.
Bei mindestens einem Abendessen versuchen wir auch, die Qualitäten des berühmten Tokajer Weissweins herauszuspüren.

Tag 5 - Tag 8:

Unser zweites grosses Ziel nach dem Zemplén-Gebirge ist der Hortobágyi-Nationalpark mit seinen Steppen- und Feuchtgebieten. Die traditionelle, extensive Landnutzung mit der Beweidung von ursprünglichen Haustierrassen besteht hier seit ca. 2000 Jahren. Der Nationalpark ist ein Feuchtgebiet mit internationaler Bedeutung (Ramsar-Gebiet) und gehört auch zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Wir übernachten in einer schönen Lodge am östlichen Dorfende von Balmazújváros. Hier können wir direkt von der Lodge aus beobachten oder im angrenzenden Wäldchen Blut- und Kleinspecht finden. Auch gibt es die Möglichkeit, einen Tag selbstständig in der Lodge zu verweilen, um zu beobachten, zu ­fotografieren oder sich auszuruhen.
In den Wiesen rund um die Lodge halten sich oft viele Kraniche und Gänse auf. Wir werden mindestens einmal zuschauen, wie tausende Kraniche zum Schlafplatz fliegen, ein unvergessliches Schauspiel für die Augen und Ohren. Der Oktober ist eine ausgezeichnete Zeit, um Greifvögel zu beobachten. Darunter hat es auch einige Arten, die wir bei uns weniger gut kennen. Wir versuchen den Seeadler, Kaiseradler, Adlerbussard und den bedrohten Würgfalken zu finden. Der Seeadler überwintert in grosser Zahl in Ungarn und je nach Verlauf der Saison können wir schon im Oktober kleinere Ansammlungen beobachten. Der Würgfalke ist ein ­typischer Steppenvogel, dessen westlicher Bestand sich in letzter Zeit etwas erholen konnten. Die Sichtung des Würgfalken wäre ein Highlight dieser Reise.
Auf der Suche nach speziellen Arten können wir ­viele Limikolen antreffen wie Kiebitz, ­Kiebitzregenpfeifer, Goldregenpfeifer, Grosser Brachvogel, Dunkler Wasserläufer, Alpenstrandläufer und Kampfläufer. Mit etwas Glück sehen wir rastende Mornellregenpfeifer. Dieser rastet bis in der zweiten Oktoberhälfte in der Region, bevor er weiter in den Süden zieht.
Bei den bekannten Fischteichen können wir uns in der Bestimmung der Steppenmöwe üben. Die Graugans ist die häufigste Gans und manchmal können mehrere tausend Individuen zusammen angetroffen werden. Daneben sehen wir viele Blässgänse. Die Zwerggans ist zu dieser Zeit nur selten anzutreffen, aber vielleicht haben wir ja Glück.
Unter den Enten finden wir viele Krick- und Pfeifenten, die wunderschöne Moorente ist im Herbst eher selten.
Die Beutelmeise kann in Weiden und anderen Sträucher einzeln oder in kleinen Trupps beobachtet werden, ebenso die Bartmeise im Schilf. Entlang der Feuchtgebiete ist der Wiesenpieper häufig und vielleicht können wir auch einen Rotkehlpieper entdecken. Je nach Verlauf der Saison können wir viele Waldohreulen am Schlafplatz sehen. Als auffälligste Eule ist der Steinkauz auch tagsüber zu beobachten. In den Steppen finden wir zudem die für die osteuropäischen Steppengebiete typische Heuschrecke, die Grüne Strandschrecke (Aiolopus thalassinus).

Tag 9 - 10:

Mit den letzten Beobachtungen und vielen schönen Erlebnissen im Gepäck fahren wir zurück nach Budapest. Von Budapest reisen wir mit dem Nachtzug nach Zürich, wo wir am nächsten Morgen eintreffen.

UNTERKUNFT, VERPFLEGUNG UND TRANSPORT

Wir übernachten in zwei guten Mittelklassehotels, je nach Gruppengrösse in Erdőbénye oder Komlóska und in einer Nature Lodge in Balmazújváros.

Wir reisen standardmässig mit dem Zug oder je nach Wunsch der Teilnehmer mit dem Flugzeug nach Budapest. In Ungarn sind wir mit einem Kleinbus unterwegs. Wir essen meistens im Restaurant oder geniessen ein Picknick im Feld.

ANFORDERUNGEN

Wir beobachten vor Ort oder unternehmen kleinere Spaziergänge. Falls das Gelände für jemanden zu steil oder zu unsicher sein sollte, ist ein Alternativprogramm immer möglich.

FOTOGRAFIE

Diese Reise ist eine Beobachtungsreise und nicht speziell für das Fotografieren ausgelegt. Es gibt aber immer wieder gute Gelegenheiten, insbesondere für Fotos von stimmungsvollen Landschaften.

GUT ZU WISSEN

Christian Roesti hat das Gebiet schon mehrmals bereist und möchte die Schönheiten des Gebietes gerne anderen Leuten näherbringen.

PROGRAMM

Programmänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.

Reisen APUS BIRDING
Reiseleiter APUS BIRDING
Über uns APUS BIRDING

2790 CHF
Einzelzimmerzuschlag: 275.-

10
TAGE
8.10. - 17.10.2022
 
REISELEITER

Christian Roesti

 
 
 
 
 
 
 
 
 
ENTHALTENE LEISTUNGEN
  • Unterkunft

  • Vollpension

  • Transport

  • Reiseleitung

  • Reisebericht

NICHT ENTHALTENE LEISTUNGEN
  • Getränke

  • Trinkgelder

BETEILIGUNG
  • mind. 10, max 12 Teilnehmende

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