Naturbeobachtung in Montenegro und Albanien
Vögel, Insekten und Pflanzen: Eine Naturreise um den Skutarisee
Montenegro und Albanien




3490.- CHF
Zuschlag EZ: 275.- CHF
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TAGE
Uralte Olivenhaine, wunderschöne Landschaften am Skutarisee
Wir schlafen in der Altstadt von Ulcinj im Hotel Palata Venezia
Felsenkleiber, Bienenfresser, Blauracke und Steinkauz
Die Salinen von Ulcinj sind für die guten Rast-Möglichkeit für Limikolen bekannt
Scheltopusik, Riesen-Smaragdeidechse und Hornviper
Balkan-Osterluzeifalter und Zürgelbaum-Schnauzenfalter, Mitte Mai ist ein guter Zeitpunkt für viele Tagfalterarten
Beschreibung der Naturreise nach Montenegro und Albanien
Zwischen Küste und Hochgebirge – Naturerlebnis in Montenegro und Albanien. Diese aussergewöhnliche Reise verbindet die Natur- und Kulturgeschichte der faszinierenden Grenzregion zwischen Montenegro und Albanien. Vom Skutarisee und dem Bojana-Buna-Delta führt unser Weg bis in die wilden, kaum erforschten Berge des „Verfluchten Gebirges“.
Wir beginnen im Küstenort Ulcinj, wo wir stilvoll in einem Hotel innerhalb der alten Festung wohnen. Die umliegenden Salinen und der Skutarisee bieten hervorragende Beobachtungsmöglichkeiten für Krauskopfpelikan, Rosaflamingo, Rotflügel-Brachschwalbe, Zwergseeschwalbe und Triel.
In Albanien wechseln wir zunächst in offene Steppenlandschaften auf der Suche nach Kalander- und Kurzzehenlerche sowie traditionellen Haustierrassen. Anschliessend geht es über neu erschlossene Strassen in die wilde Bergwelt Nordalbaniens. Dort erwarten uns Arten wie Blaumerle, Balkansteinschmätzer, Zippammer und Kappenammer.
Ein besonderes Erlebnis bieten die alten Kastanienwälder, wo wir mit etwas Glück balzende Kurzfangsperber beobachten können – ein würdiger Abschluss einer vielseitigen Reise zwischen Küste, See und Hochgebirge.
Ungefähres Programm:
Tag 1: Anreise nach Ulcinj
Flug von Zürich nach Podgorica. Anschliessender Transfer nach Ulcinj ins Hotel Palata-Venezia mit seiner Alpenseglerkolonie ( ca. 1,5 Stunden).
Tag 2: Die Salinen von Ulcinj
Die 14,5 km² grossen Salinen von Ulcinj sind ein bedeutender Rastplatz für brütende Limikolen. Seit einigen Jahren versammeln sich hier zahlreiche Rosaflamingos. Arten wie Triel, Stelzenläufer, Rotflügel-Brachschwalbe sowie verschiedene spät ziehende Limikolen – etwa der Sichelstrandläufer – sind zu erwarten. Auch Rötelschwalbe, Weidensperling und Maskenschafstelze sollten vertreten sein.
Wir widmen uns ausserdem der Insektenwelt der Saline, die bislang kaum erforscht ist, sowie einem erfolgreichen Schutzprojekt für die Blauracke, das seit 2006 in der Saline läuft. Ein kurzer Abendvortrag im Saal des Schlosshotels gibt eine Einführung in diese ökologisch äusserst wertvolle Region und bereitet uns auf die Erkundung der mediterranen Karstlandschaften vor (Dauer: ca. 20 Minuten).
Tag 3: Bei der Insel Ada im Bojana-Buna Delta
Heute besuchen wir die Grenzregion zu Albanien, um die Insel Ada zu erkunden. Wir werden eine grosse, bodenbrütende Bienenfresserkolonie aufsuchen und eine Bootsfahrt (Dauer: ca. 2 Stunden) auf dem Grenzfluss Bojana unternehmen. An der Mündung des Flusses suchen wir nach Seevögeln. Erwartet werden Arten wie Brand-, Fluss-, Zwerg- und möglicherweise Lachseeschwalbe, sowie Zwerg-, Schwarzkopf- und Mittelmeermöwe. Besonders rund um die Spitze der Adainsel können auch andere Seevögel zu beobachten sein. Bei hohem Wellengang und Wind versuchen wir, eine Genehmigung zu erhalten, den Grenzfluss Bojana-Buna zu befahren. Der Nachmittag ist dem Olivenhain von Valdanos gewidmet, der von Macchie-Lebensräumen umgeben ist.
Tag 4-5: Der Skutarisee
Die Nordseite des Skutarisees ist flach, mit riesigen Schilffeldern und Auwäldern bewachsen. Am Südufer, das wir besuchen, geht der See direkt ins Karst-Hügelland über. Auf einer der schönsten Panoramastrassen Europas, die uns einmalige Ausblicke auf den unendlich wirkenden See bietet, gelangen wir nach Virpazar. Die Lebensräume sind sehr abwechslungsreich, mit trockenen Wiesen, Macchie, Edel-Kastanienwäldern bis hin zu schilfigen Seeufern. Es handelt sich um ein wahres Orchideen- und Insekten-Eldorado. Wir erwarten Schlangenadler, Kurzfangsperber, Felsenkleiber, Balkan-Steinschmätzer, Turteltaube, Blaumerle und vielleicht sogar den Steinrötel. Gegen Abend geniessen wir die Stimmung am See und fahren nach Ulcinj zurück.
Im Mittelpunkt des zweiten Tages steht ebenfalls der Skutarisee. Erstmals werden wir eine Bootsfahrt (Dauer: 4 Stunden – keine Toilette!) unternehmen und in die Sumpflandschaft des Nordufers vordringen. Schilf- und Auwälder wechseln sich hier ab, und wir wollen Weissbartseeschwalben, diverse Enten und Reiher aus nächster Nähe beobachten. Am späten Nachmittag werden wir von Land aus die Uferregionen des Sees erkunden. Dabei sollten wir Gelegenheit haben, in die Überschwemmungsflächen mit weidenden Vieh und Reihern oder Sichlern zu schauen. Ein Kurzbesuch der informativen Ausstellung des Nationalparks Skadarsko jezero ist ebenfalls möglich.
Tag 6: Auf nach Albanien
Heute verlassen wir Montenegro und fahren über die Grenze nach Albanien. Vor der Grenze halten wir an Wiesen und Hutweiden nahe der mittelalterlichen Ruinenstadt Svac, oberhalb des Natur-Karstsees Sasko Jezero. Wir beziehen unser Hotel in Shkodra und machen danach einen Ausflug in die Rest-Steppe auf der albanischen Seite des Skutarisees, wo wir Kurzzehen-, Hauben- und Kalanderlerche beobachten können.
In der extensiv genutzten Seelandschaft, die sich durch kunstvolle Karpfenfanganlagen auszeichnet, werden wir verschiedene Enten- und Reiherarten – wie z. B. Kuh-, Purpur-, Seiden- oder Nachtreiher – entdecken. Zudem haben wir die Möglichkeit, hunderte oder tausende von Wasservögeln zu beobachten, die in langen Ketten oder Gruppen mit ihren Nahrungsflügen die Brutkolonien in Montenegro ansteuern. Auch Singvögel wie Blassspötter, Dorngrassmücke und Seidensänger können wir entdecken. Sollte der Pegel des Sees zu hoch sein, um das Ufer zu erreichen, widmen wir uns stattdessen den Orchideenwiesen, Auwäldern und den letzten Weiden. In Shkodra brütet auch eine kleine Population des Adria-Fahlseglers.
Tag 7: Boge-Pass, albanische Berge
Erstmals besuchen wir ausgiebig die albanischen Berge rund um den Skutarisee. Zu Beginn werden wir noch in der oberen Steppe bei Koplik nach Rotkopfwürgern suchen, doch schon bald lassen wir das Tiefland hinter uns. Blaumerle und Balkansteinschmätzer werden durch Zippammer und Schlangenadler ersetzt.
Eine kürzlich asphaltierte Strasse führt uns in bisher wenig besuchte Gebiete bis zu einer Höhe von 1700 m (Boge-Pass). Hier im „Verfluchten Gebirge“ sind in den verschiedenen Höhenstufen zahlreiche Orchideen zu bewundern. Auch findet sich hier normalerweise der Osterluzeifalter (Zerynthia polyxena).
Tag 8: Kulturlandschaft und Berge
Auch diesen Tag werden wir im Gebirge verbringen. Vorbei an teils aufgegebenen Kräuterfeldern geht es wieder hinauf ins ursprüngliche Albanien. Wir nutzen eine Panoramastrasse in Richtung Selce und lassen uns von dem Blick durch ein Tal überraschen.
Sperbergrasmücke, Heidelerche, Felsenschwalbe und Rötelschwalbe sollten uns dabei begleiten. Auch nach Greifvögeln wie Schlangen- und Steinadler werden wir Ausschau halten. Alte Haustierrassen und etliche blühende Orchideen werden das Bild in höheren Lagen abrunden.
Tag 9: Jokertag
Wir besprechen am Vorabend, was uns der letzte Tag bringt. Wir können ein Gebiet nochmals aufsuchen oder ein neues Gebiet erkunden. Je nach Rückreise-Reiseprogramm schlafen wir noch in Albanien oder bereits in der Umgebung von Podgorica, wiederum in Montenegro.
Tag 10: Rückreise
Rückreise von Podgorica nach Zürich
WICHTIG INFORMATION
Diese Reise ist keine ausschliessliche ornithologische Reise, ganz im Gegenteil, sondern wir beobachten auch andere Artengruppen wie die Reptilien, Säugetiere, Tagfalter und Pflanzen. Auf dieser Reise geht man nicht von Ort zu Ort, um die Vogelarten abzuklappern, sondern verweilt auch mal an einem Ort, an dem vielleicht nicht so viele Vögel sind. Ein breites Interesse an der Natur und etwas Geduld ist also wichtig.
UNTERKUNFT, VERPFLEGUNG UND TRANSPORT
Gute, schön gelegene Mittelklassehotels. Alle Beobachtungsgebiete sind mit den Kleinbussen erreichbar. Die Strassen sind nicht immer im besten Zustand.
In unserer Unterkunft nehmen wir das Frühstück und das Abendessen ein. Mittags erfolgt die Verpflegung unterwegs - meist als Picknick.
Reise mit dem Flugzeug von Zürich nach Podgorica. In Montenegro/Albanien sind wir mit Kleinbussen unterwegs.
ANFORDERUNGEN
Eine gewisse Grundfitness ist erforderlich. Wir machen auch Spaziergänge auf flachem, aber auch steinigem und holprigem Untergrund.
FOTOGRAFIE
Auf dieser Reise stehen das Fotografieren und das Beobachten im Vordergrund. Gute Fotomöglichkeiten sind zu erwarten, von Landschaften und auch von Pflanzen und Insekten.
GUT ZU WISSEN
Für diese Reise sind keine speziellen Artkenntnisse nötig. Montenegro und Albanien ist ein perfektes Gebiet, um auch Arten zu beobachten, die bei uns seltener sind, wie typische Kulturlandarten.
Lorenz Achtnich ist ein begeisterter und begeisternder Natur- und Säugetier-Beobachter. Er freut sich sehr auf deine Teilnahme. Borut hat auf dem Balkan, insbesondere in Montenegro bereits dutzende Reisen geleitet und kennt sich gut aus mit den lokalen Begebenheiten.
08. - 17.05.2026
REISELEITER
Lorenz Achtnich und Borut Stumberger
ENTHALTENE LEISTUNGEN
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Unterkunft
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Halbpension, Basis Doppelzimmer
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Flugreise
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alle weiteren Transporte
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Reiseleitung
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Reisebericht
NICHT ENTHALTENE LEISTUNGEN
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Getränke
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Trinkgelder
BETEILIGUNG
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mind. 6, max 14 Teilnehmende (1-2 Klein-Busse)





















