Reptilien Schweiz
Strukturreiche Lebensräume im Tessin
Schweiz




Suche nach Würfel-, Zorn-, Äskulap- und Barrenringelnatter
Beobachtung von Mauer- und Smaragdeidechse und Aspisviper
Suche nach Schlingnatter und Italienischer Blindschleiche
Fotografieren von Blumen, speziellen Tagfaltern und Reptilien
Mögliche Exkursion zu Siebenschläfer und Feuersalamander
Beschreibung der Reptilienreise mit APUS BIRDING
Auf dieser Reptilienreise wollen wir uns den Schlangen und Eidechsen widmen, aber auch frühe Tessiner Tagfalter und Pflanzen bestaunen. Wenn das Wetter nicht mitspielt, ist die Magadinoebene Ende April ein Hotspot für seltene Schweizer Vogelarten, vor allem Zugvögel. Ob suchen, beobachten, bestimmen oder fotografieren, auf dieser Reise haben wir viel Zeit, uns den Reptilien zu widmen. Till Zaugg ist begeisterter Herpetologe und Naturliebhaber. In diesen drei Tagen sehen wir ca. 5 bis höchstens 10 verschiedene Reptilienarten. Einige Arten wie die Mauereidechse und die Westliche Smaragdeidechse werden wir öfters sehen, andere wie die Würfelnatter oder die Aspisviper sehen wir mit grosser Wahrscheinlichkeit. Arten wie die Äskulapnatter oder die Italienische Blindschleiche sind schwieriger zu finden und dafür brauchen wir auch etwas Glück. Auch ist es völlig normal, dass nicht alle Teilnehmenden alle Individuen sehen werden; Reptilien sind Fluchttiere.
Auf diesem verlängerten Wochenende können wir uns aber auch anderen Tiergruppen widmen. Christian kennt die Tagfalter und Vögel gut und wir können Pflanzen bestaunen und fotografieren. Eine Zielart unter den Tagfaltern ist sicher der Zürgelbaum-Schnauzenfalter (Libythea celtis), der Grosse Fuchs (Nymphalis polychloros) und der Trauermantel (Nymphalis antiopa). Am Abend haben wir genügend Zeit, um uns dem gemütlichen Beisammensein zu widmen und Geschichten auszutauschen. Mit den Ortskenntnissen von Till und Christian stehen die Chancen gut, viele der Zielarten schön zu sehen.
sein.
Wenn das Interesse besteht, können wir auch einmal einen Besuch auf dem Dorfplatz von Locarno machen, um den Fahlsegler zu beobachten.
Tag 1-3:
Wir treffen uns im Tessin (möglicherweise auf dem Bahnhofsplatz von Bellinzona, genauer Ort wird später bekannt). Unser Hotel liegt im Maggiatal. Das genaue Reiseprogramm passen wir den Wetterbedingungen an. Wir halten uns in strukturreichen Lebensräumen entlang der Maggia auf. Hier haben wir Chancen, die Würfelnatter (Natrix tessellata) zu entdecken.
Die beiden Tage Samstag und Sonntag verbringen wir an unterschiedlichen Standorten im Maggiatal mit seinen vielfältigen Seitentälern und je nach Zielarten und Verhältnissen werden wir auch weitere Tessiner Täler in Betracht ziehen. In den tieferen Tallagen gehen wir entlang von Waldrändern von dynamischen Auen auf die Suche nach Barrenringelnatter (Natrix helvetica), Zornnatter (Hierophis viridiflavus) und mit etwas Glück finden wir auch die Äskulapnatter (Zamenis longissimus).
Die traditionelle Kulturlandschaft mit von Trockenmauern gesäumten extensiven Wiesen und Weiden bietet auch der Westlichen Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) einen hervorragenden Lebensraum. Von den Dörfern im Tal bis in die Berge wird uns die weit verbreitete und zumal auch recht häufige Mauereidechse (Podarcis muralis) begleiten. Im Siedlungsgebiet ist hingegen der Mauergecko (Tarentola mauritanica) als nicht einheimische Art im Begriff, sich auszubreiten.
Auf Abstechern in trockenwarme Lebensräume an erhöhten Hanglagen versuchen wir unser Glück mit der Schlingnatter (Coronella austriaca), wobei sich wohl die eine oder andere Aspisviper (Vipera aspis) zuerst bemerkbar macht. Hier erkunden wir Blocksteinhalden und Ruderalstandorte, strukturreiche Alpweiden und trockene Böschungen. Ob wir dabei auf eine Italienische Blindschleiche (Anguis veronensis) stossen ist ungewiss - wird diese Art aufgrund ihrer verborgenen Lebensweise und mit eher spärlichen Vorkommen nicht gleichermassen häufig angetroffen wie ihre nordalpine Schwesterart.
In der Nacht können wir auf einem Spaziergang mit der UV-Lampe den Italienischen Skorpion (Euscorpius italicus) suchen, vielleicht finden wir auch einen Siebenschläfer (Glis glis). Sollte sich das Wetter abends von seiner trüberen Seite zeigen, richten wir unseren Blick auf die kleinen Fliessgewässer, wo der Feuersalamander (Salamandra salamandra) seine Larven ablegt.
WICHTIGER HINWEIS
Wir führen diese Reise zum ersten Mal durch. Wir suchen die typischen Reptilienarten des Tessins. Dabei sind Arten wie die Zornnatter, Würfelnatter und auch die Aspisviper möglich. Je nach Wetterbedingungen werden wir mehr oder weniger Reptilien sehen. Bei andauernden Regenfällen oder heissem, trockenem Wetter werden wir mit Sicherheit weniger Individuen sehen. Ideales Wetter ist, wenn die Wolken die Sonne zwischendurch verdecken und die Reptilien ihre Körpertemperatur regeln wollen. Bei stark regnerischem Wetter werden wir mit Sicherheit weniger Reptilien sehen als erwartet, dafür Vogelzug-Stau in der Magadinoebene haben. Wir werden aber auf jeden Fall viele tolle Sichtungen machen, unabhängig vom Wetters und des Jahresverlaufs. Ein breites Interesse an der Natur, nicht nur an den Reptilien, ist von Vorteil.
UNTERKUNFT, VERPFLEGUNG UND TRANSPORT
Höchstens leichte Wanderungen (3-5 km), teilweise auch an- und absteigend, auf gut begehbaren Naturwegen und in Wiesen und Weiden, teils mit Geröll.
ANFORDERUNGEN
Leichte Wanderungen (3-5 km), teilweise auch ansteigend, auf gut begehbaren Naturwegen. Es ist von Vorteil, wen ihr euch gewohnt seid, am Abend bis um ca. 24:00 Uhr wach zu sein.
FOTOGRAFIE
Auf dieser Reise stehen das Beobachten und das Fotografieren im Vordergrund. Wir nehmen uns dafür viel Zeit. Bei den Reptilien ist es normal, dass wir nicht viele Individuen sehen und sich gewisse Individuen schnell verziehen. Das Ziel der Reise ist nicht, möglichst viele Arten zu sehen, sondern viele schöne Erlebnisse, Erinnerungen und Fotos zu sammeln, nicht nur von Reptilien.
Christian ist ein leidenschaftlicher Fotograf und unterstützt dich gerne mit Tipps und Tricks. Till kennt die Vorlieben der geschuppten Zielarten und zeigt gerne, wo sich Hinschauen besonders lohnt.
GUT ZU WISSEN
Für diese Reise sind wie immer keine speziellen Artkenntnisse nötig. Auf der Kurzreise widmen wir uns besonders den Reptilien, lassen aber auch Höhepunkte anderer Artengruppen nicht aus. Spärliche und seltene Arten sind im Tessin zu dieser Jahreszeit möglich und sorgen für Spannung. Till Zaugg und Christian Roesti sind begeisterte und begeisternde Biologen und kennen sich in einem breiten Spektrum der Feldbiologie gut aus.
1295.- CHF
exkl. MwSt.
Einzelzimmerzuschlag: 125.-
exkl. MwSt.
3
TAGE
23.-25.04.2027
REISELEITENDE
Till Zaugg und Christian Roesti
ENTHALTENE LEISTUNGEN
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Unterkunft
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Halbpension, Basis Doppelzimmer
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Fahrt im Kleinbus ab/bis Bellinzona
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Reiseleitung
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Reisebericht
NICHT ENTHALTENE LEISTUNGEN
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Getränke
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Picknick
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Trinkgelder
BETEILIGUNG
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mind. 6, max. 6 Teilnehmende















